Sind wir die Dummen von Burg?

Äpfel für Birnen verkaufen

Die Stadt Burg hat das Grundstück mit dem Garagenkomplex Burg-Süd veräußert. Um ein lukratives Geschäft zu machen, wurden die von den Nutzern selbst erbauten Garagen gleich mit verkauft, denn damit lässt sich der Kaufpreis erhöhen. Und das alles ohne Absprache mit den eigentlich Betroffenen – nämlich uns.

Hält uns die Stadtverwaltung und der Bürgermeister für so naiv, dass wir alles glauben, was man uns mit überzeugendem Ton, geschliffenen Auftreten und unter Bezugnahme auf angeblich abgesicherte rechtliche Erkenntnisse alternativlos andreht? Man lullt uns mit fraglicher Sicherheit ein, indem uns der Rechtsberater der Stadt erklärte, dass die Alteigentümer einen besonderen Bestandsschutz genießen. Doch wie viel ist diese Erklärung wert, wenn seitens des neuen Immobilienverwalters alle Garagennutzer – egal, ob Eigentümer oder Mieter – in neue Mietverträge gezwungen werden sollen?

Fakt ist: Wir alle haben einen gültigen Vertrag mit der Stadt Burg. Die Eigentümer haben einen Pachtvertrag über den Grund und Boden; die Mieter haben einen Mietvertrag über eine Grundstücksfläche. Es gibt von unserer Seite aus keinen Grund, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen, denn der bestehende Vertrag wurde nie gekündigt.

Doch was passiert, wenn unsere Verträge nun vom neuen Besitzer des Grund und Bodens gekündigt werden? Wo ist dann der von der Stadt versprochene Bestandsschutz? Oder sollen wir alle unsere Garagen demontieren?

Wir wehren uns vehement gegen diese Enteignung! Wir fordern die Stadtverwaltung und den Bürgermeister auf, den Kaufvertrag mit der Firma Bauer rückgängig zu machen. Wir fordern die Stadt Burg auf, es anderen Städten, wie Möckern, Gommern, Magdeburg oder oder oder … gleichzutun und den Garagennutzern den Grund und Boden zum Kauf anzubieten oder vernünftige und akzeptable Bedingungen für alle Beteiligten zu schaffen.

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https://www.garagen-burg.de/2016/04/14/sind-wir-die-dummen-von-burg/
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